|
Aupairmädchen übernehmen auch die Kinderbetreuung |
|
|
Keine hilfsbereite Oma und kein Platz in der Kindertagesstätte in Aussicht? Die Betreuung der lieben Kleinen stellt viele Eltern vor ein Problem. Ein Au-pair zu engagieren, kann eine Alternative sein. Doch der Schritt will gut überlegt sein. | |
| "Au-pair" kommt aus dem Französischen und heißt "auf Gegenseitigkeit". Ein Au-pair ist kein Angestellter, der seinen Job erledigt und am Abend das Haus verlässt. Sondern die Mädchen - oder seltener auch Jungen - aus dem Ausland sollten voll in die neue Familie integriert werden. Dazu gehört neben Verpflegung und Taschengeld auch Zuwendung. |
| |
| | | | |  |  |  |  |  | | | Kultureller Austausch
Junge Menschen zwischen 17 und 24 Jahren können sich um eine Au-pair-Stelle bewerben. Arbeitsrechtlich handelt es sich um einen kulturellen Austausch und nicht um ein Arbeitsverhältnis. Deshalb sind die jungen Leute nicht lohnsteuer- und versicherungspflichtig, dürfen aber auch keiner anderen Arbeit nachgehen. Für Interessenten aus dem nicht-europäischen Ausland ist die Aufenthaltsdauer auf ein Jahr begrenzt. | | | |  |
|
|
| |
| | | | Wer sich für ein Au-pair interessiert, sollte die Kinder in die Überlegung mit einbeziehen. Denn besonders die Kleinen gewöhnen sich an ihre neue Bezugsperson. "Verlassen die Au-pairs ihre Gastfamilie nach einem Jahr, verkraften das aufgeschlossene Kinder meist besser als introvertierte", so die Erfahrung von Sandra Leidemer vom Bundesverband für Au-pair-Vermittler. |
| |
| | | | Leichte Hausarbeiten und Babysitten Ein Au-pair hat Anspruch auf: freie Kost und Logis in einem separaten Zimmer, Urlaub sowie ein Taschengeld von monatlich 260 Euro, das auch im Krankheitsfall gezahlt wird. Die Gastfamilie kommt für die Kranken-, Unfall- und eventuell Haftpflichtversicherung auf. Die Kosten für die Anreise und einen Sprachkurs übernimmt in der Regel das Au-pair. |
| |
| | | | Der Austausch verpflichtet zu maximal 120 Stunden leichter Hausarbeit im Monat und dazu, Haus und Tiere zu hüten und auf die Kinder aufzupassen. Das Wochenende oder zwei zusammenhängende Tage bleiben frei. Da jede Familie andere Bedürfnisse und Wünsche hat, empfiehlt es sich, individuelle Absprachen zu treffen. |
| |
| | | | Vermittlungsarbeit einschätzen Eine ganze Reihe von Agenturen vermitteln Au-pairs, die meisten sind auch im Internet vertreten. Au-pair-Agenturen brauchen keine gesetzliche Zulassung. Folgende Kriterien weisen auf gute Vermittlungsarbeit hin:
 | Ausführliche Beratung im Vorfeld |  | Umfassende Daten zu persönlichen Interessen, Schulbildung und eventuellen Erkrankungen |  | Die Agentur besorgt die erforderlichen Unterlagen, korrespondiert mit den zuständigen Behörden und stellt den Kontakt zum Au-pair her. |  | Die Vermittler sind während des gesamten Aufenthalts bei zwischenmenschlichen, organisatorischen oder behördlichen Problemen ansprechbar. |  | Passen Au-pair und Famile einfach nicht zueinander, wird auf Wunsch eine neue Familie vermittelt. |
Da die Vermittler keine gesetzliche Zulassung benötigen, ist es ratsam, eine Agentur zu wählen, die dem Bundesverband der Au-pair-Vermittler angehört. Dieser führt bei seinen Mitgliedern regelmäßig Qualitätskontrollen durch. |
| |
| | | | Übereinstimmungen sind wichtig Je mehr Gemeinsamkeiten zwischen Gastfamilie und Au-pair bestehen, desto größer ist die Chance, dass das Zusammenleben harmoniert. Wird in einer Familie zum Beispiel viel Sport getrieben, wird sich ein sportlich interessiertes Au-pair leichter integrieren. |
| |
| | | | |  |  |  |  |  | | | Formales Prozedere
Hat sich die Familie für ein Au-pair entschieden, kümmert sich die Agentur um die erforderlichen Papiere. Das kann dauern, vor allem, wenn ein Visum bei der deutschen Botschaft beantragt werden muss. Drei Monate sind keine Seltenheit. | | | |  |
|
|
| |
| | | | Am besten erwartet die Familie ihr Au-pair persönlich am Flughafen oder Bahnhof. Eingewöhnung braucht Zeit: Sprechen Sie Regeln, Wünsche und Gepflogenheiten gleich am Anfang an. Ein wichtiges Thema ist die Erziehung. Auch der Nachwuchs braucht Zeit, sich an die neue Person im Haus zu gewöhnen. Kleine Kinder sollten Sie nicht gleich mit der Babysitterin alleine lassen. Erklären Sie größeren Kindern die Situation - auch, dass der Gast aus einem anderen Land kommt und nicht alles versteht, was gesprochen wird. |
|
|