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Spezialveranstalter bietet Sprachreisen in zwölf Länder - ein durch und durch globales Unternehmen / Englisch und Spanisch besonders gefragt Chinesisch ist die Sprache der Zukunft. Dieser Meinung ist der Geschäftsführer des Sprachcaffes, Alberto Sarno: "Das Potenzial des Landes ist enorm." Deshalb bietet der Spezialveranstalter für Sprachreisen aus Frankfurt seit dem vergangenen Jahr Sprachkurse in einer eigenen Schule in Peking an. Auch wenn Chinesisch bislang nur einen kleinen Teil des Geschäfts ausmacht, will Sarno den Trend der Zukunft keinesfalls verschlafen. Auf sein Gespür kann der Italiener sich verlassen. Anfang der 1980er Jahren war er mit Anfang 20 zusammen mit seinem Bruder Marcello von Rom nach Frankfurt gekommen. Um etwas Geld zu verdienen, begannen die Brüder, Italienisch zu unterrichten. Die ersten Schüler gewannen Alberto und Marcello Sarno durch Anzeigen in Stadtmagazinen. Ihr Angebot sprach sich schnell herum und es wurden immer mehr Schüler, so dass die beiden einen Raum anmieteten. "Italienisch war damals sehr en vogue", sagt Sarno schmunzelnd. Als die Teilnehmer sich im Sommer dann immer in die Ferien verabschiedeten, kamen die Brüder auf die Idee, Unterricht auch in Italien abzuhalten. So entstanden die ersten Sprachreisen nach Kalabrien, einer damals touristisch noch unentdeckten Region. Ihren Unterricht hielten die Sarnos von Anfang an in Café-Atmosphäre an kleinen Tischen, an denen fröhlich und ungezwungen geplaudert wurde. Dies ist die Unterrichtsmethode, für die das Unternehmen bis heute steht. Deshalb auch der Name Sprachcaffe - eine deutsch-italienische Wortkombination. "Bei uns geht es nicht so sehr ums Büffeln und Auswendiglernen, sondern die Schüler sollen die neue Sprache spielerisch erlernen, indem sie viel reden", erklärt Alberto Sarno. Das bedeutet, dass die Kursteilnehmer, die oft aus unterschiedlichen Ländern kommen, von Anfang an auch miteinander in der Fremdsprache sprechen. Zu den Sprachreisen nach Italien für ein paar Dutzend Leute kamen mit den Jahren mehr Sprachen und Länder hinzu, und die Sarnos eigneten sich das touristische Know-how an. 1983 gründeten die Brüder die Sprachcaffe Sprachreisen GmbH, die sie immer noch gemeinsam führen. Heute hat der Veranstalter acht Sprachen in zwölf Ländern im Programm und beschäftigt weltweit 150 Mitarbeiter, im Sommer sind es mit allen Lehrern sogar um die 300. Auch die Kundenzahl steigt beständig: 2005 verreisten 25000 Menschen mit dem Sprachcaffe, in diesem Jahr hofft Alberto Sarno auf eine Steigerung um mindestens 1000. Er verkauft nicht mehr nur Reisen hier zu Lande, sondern in der ganzen Welt. Etwa die Hälfte der Kunden sind Deutsche, der Rest kommt aus Italien, Nordamerika, Südamerika und Asien. Ein durch und durch globales Unternehmen also. In Deutschland gehört das Sprachcaffe zu einem der größten Anbieter für Sprachreisen. Als Marktführer betrachtet sich der seit 1980 bestehende Veranstalter LAL Sprachreisen GmbH aus München, der im vergangenen Jahr 15000 Kunden aus dem deutschsprachigen Raum verbuchte. Generell entwickelt sich der Markt für Sprachreisen laut dem Verband Deutscher Sprachreise-Veranstalter (FDSV) positiv. Der FDSV geht davon aus, dass der Markt weiter moderat wachsen wird. Denn Sprachreisen seien relativ unabhängig von der Konjunktur, erklärt Verbandssprecher Claus Kunze. "Gerade in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit wächst die Notwendigkeit zur beruflichen Qualifikation." Auch wenn Chinesisch stark im Kommen ist, macht das Sprachcaffe sein Hauptgeschäft mit Englisch-Unterricht in Malta, England, USA, Kanada oder Australien. Spanisch steht auf Platz zwei der beliebtesten Sprachen. Flaggschiff des Veranstalters ist die eigene große Schule auf Malta - dem Eldorado für Englisch-Unterricht. Denn in der ehemaligen britischen Kronkolonie ist nicht nur die Amtssprache Englisch, sondern die Insel bietet dazu reichlich Sonne und Meer und ist nur zwei Flugstunden von Deutschland entfernt. Trotz der internationalen Ausrichtung ist das Sprachcaffe ein Unternehmen, das in Frankfurt verwurzelt ist. |